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Woher Soja kommt und was er kann

Soja kann nicht «nur» Tofu, sondern ist eine wahre Wunder-Hülsenfrucht. Und das ist auch längst kein Geheimnis mehr – wir erklären dir, was es mit der Power-Bohne auf sich hat!


Sojasprossen, die aus dem Boden spriessen.
Der Anfang des Sojas beginnt als unscheinbare Sprosse

Ursprung und Geschichte

Die Anfänge der Sojabohne (Glycine max) reichen mehr als 5000 Jahre in der Menschheitsgeschichte zurück. Kultiviert wurde sie zu Anfang in China und verbreitete sich von dort aus nach Japan, Korea und andere Teile Asiens. Die Sojabohne spielte bereits zu jener Zeit eine wichtige Rolle in der asiatischen Ernährung und wurde vielseitig verwendet, von Tofu und Sojamilch bis hin zu fermentierten Produkten wie Miso und Sojasauce.


Im 17. Jahrhundert gelangten die Sojabohnen durch Seefahrer und Entdecker dann zu uns nach Europa, wo man sie zu Beginn hauptsächlich als exotische Pflanze (also eher für die Augen als für die Küche) in botanischen Gärten angebaut hat. Erst im 19. Jahrhundert begann man, die Sojabohne als Nutzpflanze anzusehen und man züchtete diverse Sorten, die das europäische Klima besser vertrugen.


Die Sojabohne in der Schweiz

In der Schweiz wurde die Sojabohne erstmals in den 1930er Jahren in grösserem Umfang angebaut. Besonders während des 2. Weltkrieges wurde sie als wichtige Eiweissquelle geschätzt, wobei aber der Anbau lange Zeit begrenzt wurde, da andere Produkte für die Landwirtschaft bevorzugt waren.


Erst in den letzten Jahrzehnten hat sich das Interesse an der Sojabohne in der Schweiz wieder verstärkt. Ein Grund dafür ist unter anderem die steigende Nachfrage nach pflanzlichen Proteinen und vegetarischen / veganen Produkten. Sojabohnen sind reich an Protein und können eine nachhaltige Alternative zu tierischen Produkten darstellen. So bauen mittlerweile viele Schweizer Landwirte Sojabohnen an.


Die Vorteile der Sojabohne

Die Sojabohne ist nicht nur eine wertvolle Proteinquelle, sondern auch eine vielseitige Nutzpflanze. Aus den Bohnen lassen sich verschiedene Lebensmittel herstellen, die nicht nur gesund, sondern auch köstlich sind. Tofu und Sojamilch sind einige Beispiele.


Darüber hinaus ist die Sojabohne auch für die Landwirtschaft vorteilhaft. Sie ist stickstoffbindend, was bedeutet, dass sie den Stickstoff in der Luft in den Boden bindet und so dessen Fruchtbarkeit verbessert. Somit können Sojabohnen in Fruchtfolgen eingesetzt werden, um den Boden zu schonen und den Einsatz von Düngemitteln zu reduzieren.


Wie du siehst, lieber Tofu-Fan hat Soja viel mehr auf dem Kasten als «nur» Tofu – doch über diesen sind wir sehr froh!



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